Afghanistan erhält Wildcard für den SOCCA World Cup 2026 in Essen
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Afghanische Auswahl wird Teil des 48 Nationen umfassenden Teilnehmerfeldes bei der Kleinfeld-Weltmeisterschaft in Deutschland.
Afghanistan wird beim SOCCA World Cup 2026 in Essen dabei sein. Die afghanische Auswahl erhält eine Wildcard für den Kleinfeld-World-Cup und wird damit Ende August und Anfang September auf der internationalen Bühne in der Essener Innenstadt antreten.
Das Team setzt sich aus Spielern mit afghanischen Wurzeln zusammen, die aus ganz Deutschland zusammenkommen. Was zunächst mit einem besonderen Freundschaftsspiel gegen die deutsche Kleinfeld-Nationalmannschaft am 15. August auf dem DFB-Campus in Frankfurt beginnt, findet damit wenige Tage später seine Fortsetzung auf der WM-Bühne.
Initiator der Auswahl ist der ehemalige afghanische Nationalspieler Harez Habib, der selbst bereits in der FIFA-WM-Qualifikation für Afghanistan auf dem Platz stand. Gemeinsam mit seinem Team möchte er nun eine Mannschaft aufbauen, die Afghanistan sportlich repräsentiert und gleichzeitig die große afghanische Community in Deutschland zusammenbringt.
Die Teilnahme am SOCCA World Cup bietet dafür eine außergewöhnliche Bühne. 48 Nationen kommen in Essen zusammen, um im eigens errichteten Stadion mitten in der Innenstadt um den Weltmeistertitel im Kleinfeldfußball zu spielen.
Für Afghanistan geht es dabei um mehr als Fußball. Die Mannschaft möchte zeigen, wie Sport Menschen über Grenzen hinweg verbinden kann und insbesondere den vielen Afghaninnen und Afghanen in Deutschland die Möglichkeit geben, ihr Land auf einer internationalen Sportbühne gemeinsam zu unterstützen.
Harez Habib, Initiator der afghanischen Auswahl:
„Ich kann ehrlicherweise gar nicht in Worte fassen, was da jetzt die letzten Wochen passiert ist und wo es mit der WM Teilnahme enden wird. Ich bin unfassbar stolz, als Initiator und Headcoach zusammen mit Yusuf Barak das SOCCA Team Afghanistan mitzubegründen und uns auf der internationalen SOCCA Bühne zu präsentieren. Die Dynamik und der Support aus der Afghanischen Community ist kaum zu fassen und ich hoffe, dass wir sportlich uns sehr teuer verkaufen können ohne jegliche professionelle Erfahrungen in diesem Format. Wer weiß, wohin diese Reise noch führt!“
Auch für den Deutschen Kleinfeldfußballverband hat die Teilnahme Afghanistans eine besondere Bedeutung. Die Verbindung zwischen Harez Habib und Verbandspräsident Christoph Köchy reicht rund 20 Jahre zurück. Bereits 2006 spielte Habib in der von Köchy gegründeten Uni-Liga Göttingen. Als Habib anschließend für Afghanistan in der WM-Qualifikation auflief, berichtete Köchy als Sportjournalist über seine außergewöhnliche Geschichte.
20 Jahre später führt der Fußball beide auf einer noch größeren Bühne wieder zusammen.
Christoph Köchy, Präsident des Deutschen Kleinfeldfußballverbands:
„Dass aus unserem gemeinsamen Weg jetzt eine WM-Teilnahme Afghanistans in Deutschland entsteht, ist eine dieser Geschichten, die nur der Fußball schreiben kann. Vor 20 Jahren haben Harez und ich uns in der Uni-Liga Göttingen kennengelernt, jetzt sehen wir eine afghanische Mannschaft beim World Cup in Essen. Wir freuen uns sehr auf das Team und vor allem darauf, dass die afghanische Community diese Mannschaft zu ihrer Mannschaft machen kann.“
Mit der Wildcard beginnt für das Team nun eine intensive Vorbereitungsphase. Neben der sportlichen Organisation geht es darum, Partner und Unterstützer für das WM-Projekt zu gewinnen, um der Mannschaft bestmögliche Bedingungen für ihre Teilnahme in Essen zu ermöglichen.
Der erste große Schritt folgt bereits am 15. August am DFB-Campus in Frankfurt, wenn Afghanistan im letzten WM-Test der deutschen Nationalmannschaft auf Deutschland trifft. Wenige Tage später geht es für beide Teams nach Essen – und für Afghanistan erstmals auf die große Bühne des SOCCA World Cup.



